München: f.re.e 2013 (und später)
10 Jahre danach - wieder mal ein Messebericht ...
"Besucher im Freizeitstress" betitelt die SZ ihren Bericht zur Freizeitmesse f.re.e und weiter heißt es: "Auf der Messe "Free" kann man tauchen, klettern, radeln und Hanteln stemmen. Vor allem aber braucht man gutes Schuhwerk."
Nun ja, all das Aufgezählte wollen wir wirklich nicht, als wir am
Freitag, den 22. Februar 2013 wie jedes Jahr das Messegelände der f.re.e
betreten, wo vom 20.02. bis zum 24.02.13 täglich von 10:00 bis 18:00
Uhr der "Freizeitstress" genossen werden kann. Wie jedes Jahr
also ist die Messe bei uns Pflichtprogramm, auch wenn der letzte Bericht
dazu inzwischen 10 Jahre alt ist - die C-B-R 2003, wie sie damals noch hieß, war nach der
C-B-R 2001 das letzte Mal, bei dem
in diesem Magazin über "Nichts Neues im Münchener Osten" berichtet
wurde ...
Wie gesagt, waren wir all die Jahre allerdings immer vor Ort, wie eine kleine Bildausbeute mit inzwischen Vergangenem der C-B-R Jahre 2004 bis 2008 zeigt - bevor sie schließlich ab 2009 in f.re.e umbenannt wurde - war wohl irgendwie moderner, der neue Name ...
Rückblick und verflossene C-B-R Aussteller: Die Vergangenheit lässt grüßen ...
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2004: TEN ... |
2004: Variocab ... |
2005: Die Doppelachser |
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2006: Intercamp & Öhm ... | 2008: Heku & Opel ... | DB & Transrapid ... |
Trotz Jammerns des einen oder anderen Ausstellers, dass die Messegesellschaft aus einer großen süddeutschen Messe "erfolgreich" eine kleine regionale gemacht habe, ist heute für den Besucher davon wenig zu bemerken: Mögen auch die Standgebühren in den letzten Jahren massiv angezogen haben, so sind die Eintrittspreise doch durchaus als moderat zu bezeichnen. Man kann man sich das Online-Tagesticket für 5,- EUR selbst ausdrucken.
Auf dem Parkplatz sieht das dann aber schon anders aus: Hier kostet
das Abstellen des Fahrzeugs mehr als der Eintritt; 8,- EUR sind aufgerufen
und dafür wird man von ganzen Heerscharen von Parkwächtern abwechselnd
hin- und durchgewunken - der Chef will heute, dass unsere Reihe ganz
unüblich von hinten nach vorn in Richtung Eingang aufgebaut wird. Wir
ignorieren das und fahren einfach etliche Meter weiter in Richtung auf
den Schlangenanfang und produzieren Aufregung beim Winkpersonal: Sofort
beginnt man um uns herum von der Mitte aus die Schlange neu aufzubauen.
Für 8,- EUR Action garantiert - so beginnt man eine Freizeitmesse!
Bei nur -7°C strömen die Besucher Richtung Eingang. Unser selbst gedrucktes Ticket macht am Drehkreuz heute auffallend wenig Probleme, dahinter hat man heute auffallend viel Bewegungsfreiheit und auffallend schnell haben wir heute den extra für den diesen Freitag gedruckten Messeführer "täglich f.re.e" und sonstiges Infomaterial in der Hand - gut gelaunt kann der Messe-Rundgang beginnen!
Der Blick in den Tages-Messeführer zeigt, dass die f.re.e insgesamt sechs Messehallen belegt, dazu kommt in Halle C4 der Autosalon der "Münchner Autotage 2013" - letztere Ausstellung für uns kein Thema. Was aber sieht man in den sechs Hallen? Direkt neben dem Eingang kommt man in Halle B6 an, die wie immer dem Wassersport gewidmet ist: Tauchen, Surfen, Kanu, Boote und Segelschulen sind hier das Thema. Schlendert man weiter zur Halle B5, warten dort Caravaning, Mobile Freizeit und Reisen in die Mittelmeerländer auf den Besucher.
Halle B4 schließlich ist komplett den Reisemobilen, Caravans, Zelten
und Zubehör gewidmet, danach muss man hinaus in die Kälte, um den kurzen
Weg zu den gegenüber liegenden drei Hallen zurückzulegen. Auf diesem
Weg steht im Schneetreiben eine nicht zu beneidende Dame: Sie gehört
zu Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, die für die neue
MS Europa 2 werben, hier und heute
in echt unwirtlicher Umgebung auf dem sicherlich günstigeren Außengelände
mit einer Roadshow. "Die neue Art, Luxus entspannt zu genießen"
steht in großen Lettern auf dem Range Rover, der vor den Airstream Wohnwagen
der Unglücklichen im Schneetreiben gespannt ist ...
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Die gegenüber liegende Halle A4 ist den Reisen in mittel-
und osteuropäischen Ländern sowie Skandinavien gewidmet, außerdem Fernreisen
und Kreuzfahrten. Auch die große BR3-Showbühne ist in dieser Halle angesiedelt.
Irland ist hier ebenfalls zu finden, wie immer mit dem Irish Pub und
natürlich Ronan Drury - aber dazu später!
Halle A5 befasst sich mit Bayern, der Alpenregion und Deutschland
im Allgemeinen, weiterhin sind hier viele Aussteller zu den Themen Wellness &
Gesundheit. Die letzte Halle A6 ist neben dem Thema Sport &
Outdoor vor allem dem Fahrrad gewidmet, danach kommt man automatisch
wieder zum Ausgang Ost und es wird vermutlich auch 18:00 Uhr sein oder
später ...
So weit, so gut der Messeführer oder auch nicht: Man erfährt hier
weder die Gesamtzahl der Aussteller noch manch andere wichtigen Details,
die man vielleicht gerne wüsste. So findet man zwar ein alphabetisch
sortiertes Ausstellerverzeichnis, wer aber die genaue Bezeichnung nicht
kennt, sucht womöglich vergebens. Nach einer Übersicht der gastronomischen
Angebote auf der Messe hält man im Messeführer ebenfalls vergeblich
Ausschau: Wie hieß noch gleich der tolle Kroate vom Vorjahr und wo war
der bzw. wo könnte er sein? Fehlanzeige, nicht zu finden ..!
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Natürlich beginnen auch wir unseren Rundgang in Halle B6, die zumeist
am frühen Vormittag noch einen angenehmen Füllungsgrad hat. Bei den
Seenotrettern gibt es wunderbare Schiffsmodelle, von denen wir jedes
glatt ins unseren Modellkeller
stellen würden - man müsste uns nur fragen! Besonders gut hat uns natürlich
das Modell von Olaf Gärtner gefallen: Seine "ferngesteuerten
Galeerensklaven" haben irgendwie was Zeitloses - wer würde da nicht
direkt an seinen Job und seinen Arbeitgeber denken ..!?
Und ein ganz besonderer Arbeitgeber steht auch mit seinem Personalamt direkt gegenüber: Das zentrale Messe- und Eventmarketing der Bundeswehr passt hier natürlich ebenfalls bestens hin - wer würde da nicht direkt an Freizeit, Sport und Spaß denken - und natürlich an spannende Reisen in ganz ferne Länder mit lauter netten Menschen ..!
Bereits kurz vor 11:30 Uhr bleibt man zumeist schon am ersten Biergarten in Halle B6 hängen - der hat laut Hallenplan die Nr. 440: Tische frei, genug Platz, doch wie hieß er noch gleich? Spätere Sucherei im Messeführer zwecklos!
Gestärkt mit Currywurst, Leberkäs, den ersten Weißbieren oder Halben kann man weiter auf Entdeckungsreise gehen: Die Halle für den Wassersport und Boote ist auch deshalb für uns immer wieder wichtig, weil wir hier jede Menge Zubehör für unsere Drachen bekommen können ...
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Wir erreichen die Halle B5: Caravaning und "Mobile Freizeit" beginnt hier, aber wichtig sind in dieser Halle auch die Reiseländer. Am Stand 463 fällt ein ganz besonderer Camper auf: Innen eine angezündete Kerze, davor ein Priester. Das Einsatzfahrzeug der Ostpriesterhilfe "Kirche in Not" - das "Beichtmobil".
Da wir wieder einmal auch nicht das Geringste zu beichten haben (),
geht es weiter zu mehr Weltlichem: Am Stand von Geldhauser Busreisen
wird gesungen, bei Tunesien können wir Handarbeit bewundern und am Slowenien-Stand
überreicht und ein echt "historisch" wirkender knorriger alter
Drucker einen Stich der slowenischen Stadt Bled - Erinnerungen
werden wach an die Tour Slowenien
´99, bei der wir noch vor Beitritt Sloweniens zur EU einst in diesem
Ort Halt gemacht hatten ...
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© 2013 J. de Haas